Epilepsie bei Katzen

Vor einigen Jahren hatten wir zwei Katzen, die an Epilepsie erkrankt waren (Mami Weißnase und Mami Schwarznase. Daher haben wir uns damals intensiv mit dem Thema befasst und viel Kontakt zu anderen Betroffenen gehabt. Damals hatte unsere Feundin Ina auch eine sehr ausführliche Fragen und Antwort – List zusammengestellt, die wir Euch hier auch zur Vergügung stellen.

Epilepsie-FAQ von Ina
–> Alles was Ihr über Epilepsie bei Katzen wissen solltet

  • Eine Bemerkung vorab
  • Epi ist KEIN Todesurteil!
  • Freigang für Epileptiker?
  • Diagnose
  • Formen der Epilepsie
  • Ausprägungen der Epilepsie bei Katzen
  • Weitere Anzeichen für Epilepsie können sein
  • Wie verhalte ich mich während/nach einem Anfall?
  • Verhalten der Katze nach einem Anfall
  • Hilfe nach einem Anfall
  • EpiKatze allein Zuhaus
  • Behandlung der Epilepsie
  • Valium – Hilfe im Notfall ?!
  • Alternative Maßnahmen
  • Vorsicht mit Narkosen!
  • Wie schütze ich meine EpiKatze?
  • Indiz für einen drohenden Anfall kann sein
  • Das Epi-Tagebuch

Eine Bemerkung vorab

Diagnose Epilepsie – egal ob beim Hund oder bei der Katze – haut jeden aus den Socken. Besonders da einige Tierärzte dieses Krankheitsbild nur aus der Theorie kennen und im seltensten Fall einen Anfall miterlebt haben. Lasst euch nicht von der Diagnose fertig machen, besonders dann nicht wenn euer TA sagt: „Tut uns leid, aber ihr Tier hat Epilepsie – wir müssen es einschläfern“. Bei so einem Satz, schnappt euch euer Tier und wechselt den Arzt!

Epi ist KEIN Todesurteil!

Eine Diagnose bzw. die eindeutige Diagnose ob es wirklich Epilepsie ist, geht nicht von heute auf morgen. Und es kann auch sein, dass die gewählte Therapie nicht sofort die erwünschten Ergebnisse bringt. Was man unbedingt braucht ist Geduld und gute Freunde, die einen verstehen was man grade durchmacht. Keine Frage: einen Anfall mitzuerleben, haut jeden von uns (jedenfalls am Anfang) von den Socken! Man kann halt nur versuchen irgendwie selbst ruhig zu bleiben, wenn nicht dann heult man sich eben bei den anderen betroffenen aus und bekommt wieder Mut. Je mehr ihr darüber wisst, desto besser geht ihr mit der Krankheit um: Da es im Internet kaum Infos dazu gibt und Tierärzte (TÄe) kaum Erfahrungen haben

Freigang für Epileptiker?

Bevor ich es vergesse: eine EpiKatze hat nichts mehr draußen verloren! So leid es mir auch tut, aber mit dem Freigang ist dann Schluss! Stellt euch doch mal vor, die Katze bekommt draußen einen Anfall, liegt am Straßenrand, krampft mit Schaum vorm Mund – mögliche laienhafte Diagnose eines Passanten: Tollwut, er ruft die Polizei und die lassen die Katze von Amts wegen einschläfern. Oder sie rennt los und rennt blind vor ein Auto oder rennt nach einem Anfall völlig orientierungslos durch die Gegend und findet nicht mehr nach Hause. Also, lasst eure EpiKatzen im Haus. Es ist auch besser, die Katzen auch auf den gesicherten Balkon nur unter Aufsicht rauszulassen.

Diagnose

Leider lässt sich Epilepsie nur nach dem Ausschlussprinzip feststellen. Was heißt das konkret? Erst wenn alles anderen Ursachen ausgeschlossen wurden, dann ist es wahrscheinlich Epilepsie. Die Diagnose ist sehr langwierig und schwer.

Blutbild: Allem voran sollte man ein großes Blutbild machen lassen, den Urin und den Kot untersuchen lassen. Damit alle anderen Ursachen, die epi-ähnliche Anfälle (wie z.B. eine Vergiftung) provozieren, ausgeschlossen werden können.

Neurologischer Scan: Weiterhin kann man bei der Katze eine neurologische Untersuchung machen lassen. Sie ist völlig ungefährlich! Dabei werden die verschiedensten Reflexe der EpiKatze getestet. Ein Beispiel: die Reaktionszeit des Lidschlussreflexes, um nur einen zu nennen.

Punktion der Gehirnflüssigkeit: Hierbei wird der Katze unter einer Kurzzeitnarkose (ca. 15 min.) unterhalb des Nackens aus dem Rückenmarkskanal Gehirnwasser abgezogen. Man untersucht das Wasser auf etwaige Entzündungsherde oder tumorale Veränderungen im Gehirn. Meine Meinung dazu: auch wenn die Epi-Spezialisten mir dazu geraten hat, werde ich diese Untersuchung bei meinem Kater nicht durchführen lassen. Eine Bekannte die aus gesundheitlichen Gründen eine solche Punktion an mich machen lassen musste, erzählte mir von den Nebenwirkungen: 3 Tage lang hatte sie rasende Kopfschmerzen, die selbst nach der Einnahme von Tabletten nicht weggingen, sie konnte nicht mal auf die Toilette gehen, ohne dabei Schmerzen zu haben. Diese Schilderungen haben mich dazu veranlasst diese Untersuchung abzublasen. Aber ihr müsst selbst abwägen, ob ihr das eurem Tiger zumuten könnt oder nicht.

MRT und CO: Man kann bei einer Katze auch eine Kernspinntomografie machen lassen, aber hier meinte die Epi-Spezialistin, dass es für meinen Kater mit einen wahnsinns Stress verbunden wäre und sie dieses nicht befürwortet.

Formen der Epilepsie

Es gibt zwei verschiedene Formen der Epilepsie, die primäre und die sekundäre Epilepsie. Die primäre Epilepsie zeigt keine hirnorganischen Veränderungen, ist unheilbar, aber durch medikamentöse Behandlung *eventuell* beherrschbar. Die sekundäre Epilepsie kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden und muss durch eine Behandlung der auslösenden Ursache therapiert werden. Mögliche Ursachen der sekundären Epi: Hirnquetschungen, Thrombosen, Infektionsehrkrankungen, Entzündungen, Vergiftung, metabolische Störungen, Vergiftungen, Thyaminmangel, verpfuschte Narkose, Unfall / Verletzung im Schädelbereich, verpatze Impfung, Diabetes, Magnesiummangel und Zinkmangel (beim Menschen), Futterallergie. Epi kann auch angeboren sein, d.h. sie wurde von den Eltern vererbt. Stimmt die Therapie unbedingt mit einem erfahrenen TA oder Heilpraktiker ab – doktert bitte nicht eigenmächtig an der Katze rum. Wenn ihr merkt, dass das gewählte Mittel alles verschlimmert, dann setzt das Mittel schleichend ab – ob es von Fall zu Fall auch sofort geht, müsst ihr mit dem TA absprechen.

Ausprägungen der Epilepsie bei Katzen

Typischer Anfall: Die Formen der Epi sind vielfältig – leider! Typisch ist der Krampf: die Katze liegt entweder auf der Seite, auf dem Rücken oder auf dem Bauch. Dabei wird der Körper von einem Schüttelkrampf gepeinigt. Der Kopf ist nicht selten in den Nacken gelegt und die Beinchen sind stocksteif – gerade ausgestreckt oder verkrampft angezogen. Es kann auch sein, dass sich die Katze wie verrückt um die eigene Achse dreht. Manchmal sieht es so aus, als würde sie versuchen einen Tunnel zu graben.

Der Renn-Anfall (running-fit) Es kann aber auch passieren, dass die Katze während eines Anfalls plötzlich wie von einer Tarantel gestochen losrennt: blind, ziellos und wahnsinnig schnell. Andere Katzen zittern nur ganz kurz oder laufen schnaufend hin und her – wie ein Tiger im Käfig. Diese Form gibt es nur bei Katzen und nicht bei Hunden!

Schlafanfall: Eine besondere Form der Epilepsie ist der Schlafanfall: die Katze schläft tief und fest und wird dann urplötzlich von einem Anfall überrascht. Man sollte bei der Variante, alle höhergelegenen Schlafplätze unzugänglich machen, da es durchaus sein kann, dass die Katze durch die Wucht des Krampfes, von ihrem Liegeplatz weg- oder runtergeschleudert wird. Wenn es nicht geht, kann man die Schlafstelle rund herum mit was flauschigem oder mit Kissen auslegen.

Kombinationen Eine Katze kann auch verschiedene Anfallsarten haben und leider sind diese Anfallsarten miteinander kombinierbar: z.B. kann Freddy mit einem normalen Krampf anfangen und dann plötzlich wie ein Berserker losrennen.

Status Epilepticus: Was ist das? Einen Status Epilepticus liegt dann vor, wenn eine Katze einen Anfall hat, der länger als 30 Minuten anhält oder die Katze eine Serie von mehreren Anfällen hat (Abstand weniger als eine Stunde), d.h. grob: sie hat einen Anfall nach dem anderen OHNE zwischendurch das Bewusstsein nicht wiederzuerlangen.

Weitere Anzeichen für Epilepsie können sein

weit aufgerissene Augen, Augenzittern, geweitete Pupillen, Verlust des Bewusstseins (d.h. die Katze reagiert auf gar nichts mehr), übermäßiges speicheln (in Form von sabbern, zähflüssige Fäden oder „Schaum vorm Mund“), hecheln / schnaufen, ausgefahrene Krallen (hier ist Vorsicht geboten, da die Katze ihre Krallen bei einem Anfall NICHT mehr einziehen kann), entwickeln beim Festhalten Bärenkräfte, wildes oder leichtes schütteln / krampfen / zucken, Ohren und Augen können zucken (erinnert an einen Schluckauf ), blindes losrennen evtl. gekoppelt mit hochspringen oder irgendwo gegen springen, evtl. Kontrollverlust über die Blase (wenn ja: Kontrolle der Urinwerte da evtl. eine Blasenentzündung oder Harngries vorliegen kann) oder über den Darm (letzteres kommt selten vor) evtl. Erbrechen.

Wie verhalte ich mich während/nach einem Anfall?

während eines Anfalls: i.d.R. nicht anfassen, Ruhe bewahren – klingt seltsam: aber wenn sich der Besitzer aufregt, spürt es die Katze und der Anfall kann länger oder schlimmer ablaufen. Man kann beruhigend auf die Katze einreden, ihr ein beruhigendes Lied vorsingen oder vorsummen (das ist kein WITZ! Schlaflieder helfen nicht nur Babys sich zu beruhigen), laute Geräusche Vermeiden, evtl. den Raum abdunkeln…

Der Renn-Anfall ( running-fit): I.d.R. sollte man eine Katze im epileptischen „Renn-„Anfall auf keinen Fall anfassen, da Berührungen oder besser gesagt das Festhalten, die Katze erst Recht ausrasten lässt, besonders bei der Form „Rennanfall“. Sie mobilisieren ungeahnte Kräfte und lassen sich kaum noch bändigen. Einige der Katzen rennen auch blind darauf los und versuchen irgendwo gegen zu springen. Um dies zu verhindern empfiehlt sich eine Art Gummizelle. Es sollte ein stabiler Karton oder eine Wäschewanne sein, die über die Katze gestülpt wird. Man sollte bei den Anfällen die Kraft der Katze nicht unterschätzen und daher die Gummizelle festhalten. Wenn dann Ruhe eingekehrt ist, sollte man noch einige Minuten warten, bis man sicher sein kann, dass der Anfall ist wirklich vorbei. Sollte die Katze vorher entwischen, sollte man keine Scheu davor haben, diesen unkontrollierten Lauf zu unterbinden. Es mag brutal und herzlos erscheinen, aber es ist besser die Katze zu stoppen und dann sofort einzusperren. Hier kommt sie mit ein paar blauen Flecken davon, aber wenn man sie rennen lässt, geht man das Risiko ein, dass sie evtl. durch ein geschlossenes Fenster springt, gegen eine Wand oder gegen einen Spiegel. Die Schäden die sie sich hierbei zuziehen kann, sind weitaus schlimmer als sie einmal kräftig zu stoppen. Außerdem geht die Medizin davon aus das Epileptiker (egal ob Mensch oder Tier) für die Zeit des Anfalls unter Amnesie leiden – sie erinnern sich an nichts was passiert ist.

Der „normale“ Krampfanfall: Bei einem Krampf- oder Schüttelanfall sind die Gliedmassen der Katze i.d.R. steif. Man sollte darauf achten, dass sich die Katze nirgends verletzen kann, dass gilt insbesondere, wenn sich die Katze dreht. Drehende Katzen kann man versuchen mit der flachen davon abzuhalten ABER ohne Kraftaufwand.

Cluster Anfälle: Bei einigen Katzen kann es vorkommen, dass sie zu Anfallserien neigen, d.h. es bleibt nicht bei einem Anfall, sondern es folgen mehrere nach einander (nicht zu verwechseln mit Status Epilepticus). Mögliche Behandlung von Clauster-Katzen siehe unter “ Behandlung von Epilepsie“

Verhalten der Katze nach einem Anfall

Nachwirkungen: Eine EpiKatze kann nach einem Anfall kurzzeitig in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt sein. Diese Einschränkung ist i.d.R: von vorübergehender Dauer. Es kann auch sein, dass sie noch ein Weilchen Abwesend sein kann. I.d.R. hat die EpiKatze nach einem Anfall einen immensen Appetit (sie „verdrückt“ dann in kürzester Zeit die 2 bis 3-fache Tagesportion). Zum Vergleich: ein Epi-Anfall ist vergleichbar mit dem Kalorienverbrauch eines Menschen bei einem Marathonlauf. Unbedingt soviel fressen lassen bis sie nicht mehr will. Am besten eignet sich Nassfutter (Dosenfutter), da Trockenfutter erst später im Magen aufquillt. Weitere Verhaltensmuster: weinen, jammern, hohes Kuschelbedürfnis, Schlafbedürfnis, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Orientierungslosigkeit, evtl. Muskelkater, wenn die Muskeln zu lange verkrampft waren.

Hilfe nach einem Anfall

Nach einem Anfall gibt es mehrere Möglichkeiten die Katze wieder zu beruhigen: TTouch (Tellington-Touch) ist eine von ihnen. Es ist eine besondere Form mit Tieren umzugehen – eine Art Streicheltherapie. Infos gibt es bei mir (SOSEpikatzen@aol.com) oder bei http://www.tteam.de. Wenn sie es zulässt: viel Schmusen, auch hier beruhigend auf die Katze einreden, singen/summen, dunkelt den Raum ab, den sie sich zum ausruhen aussucht, stellt das Telefon leiser, vermeidet Lärm. Wenn sie nur schlafen will, dann lasst sie schlafen.

EpiKatze allein Zuhaus

Kann man denn die Katze überhaupt noch allein lassen? Ja – man kann! Stellt der EpiKatze unbedingt genug Futter hin, wenn ihr sie alleine Zuhause lasst. So stellt man sicher, dass sie nach einem Anfall genug zu fressen hat. Die Futternäpfe sind auch ein Indiz, ob es der Katze, während man weg war auch, gut ging:
– volle Näpfe = Katze ist ok
– Näpfe leer = evtl Anfall (besonders wenn es eine Einzelkatze ist oder die Katze jammert).
Ich freu mich jedes Mal, wenn ich von der Arbeit komme und das Futter in den Näpfen ist noch drin. Das Futter ist nach einem Anfall sehr wichtig, da sonst die EpiKatzen alles anknabbern was ihnen vors Schnäuzchen kommt.

Behandlung der Epilepsie

Schulmedizin/Luminaletten: Behandlung mit Luminaletten (Wirkstoff Phenobarbital): hierbei ist zu beachten, dass sich der konstante Wirkstoffspiegel im Blut erst nach ca. 10 bis 14 Tagen aufbaut. Die Tabletten müssen möglichst pünktlich zur selben Zeit gegeben werden. Verminderungen der gewohnten Dosis dürfen nur behutsam erfolgen, da sich der Organismus langsam entwöhnen muss.
Wenn die Dosis auf zwei Portionen verteilt werden soll, dann bitte gleichmäßig aufteilen, damit im Blut keine Wirkstoffberge oder -täler entstehen.
Kann man einmal nicht pünktlich die Tablette geben, nähert man sich bei der nächsten Gabe langsam der gewohnten Zeit wieder an.
Bei der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit (oder umgekehrt) verschiebe ich die Zeiten bei jeder Tablettengabe um 5 Minuten noch hinten bzw. nach vorn. Bei größeren Abständen reagiert mein Kater mit Anfällen.

Wichtig: keine eigenmächtige Änderung der Dosierung! Die Änderungen der gewohnten Dosis sollte nur nach Absprache mit dem TA erfolgen. Man kann auch nicht unkontrolliert die Dosis erhöhen. Wenn es schon eine relativ hohe Tagesdosis ist, sollte man vorher den Phenobarbitalspiegel ermitteln lassen. Dafür wir der Katze zur vor der nächsten Tablettengabe Blut abgenommen und im Labor (ein Bielefelder Labor hat sich darauf spezialisiert) wird dann gemessen wie hoch der Phenobarbitalspiegel ist. Danach weiß man, ob man die toxische Grenze bald erreicht hat oder ob nach oben hin noch Luft ist.

Cluster-Katzen: Um solche Cluster Anfälle zu unterbrechen, kann man mit dem behandelenden TA absprechen, ob kurzfristig die Dosis Phenobarbital erhöht werden kann. Dass kann man aber nur machen wenn der Phenobarbitalspiegel bekannt ist und dieser NICHT im toxischen Bereich angesiedelt ist. Ansonsten würde die Zusatzdosis schaden statt nützen!

Schulmedizin/Kaliumbromid: Gabe von Kaliumbromid kann entweder allein oder in Kombination mit Phenobarbital, die Epi positiv beeinflussen.

Schulmedizin/Valium: Man kann versuchen der Anfälle mit Valium/Diazepan Herr zu werden. Bis jetzt habe ich allerdings noch keine positiven Meldung bei dieser Medikation erhalten. Sie soll den Vorteil haben nicht in dem Maßen leberbelastend zu sein wie Phenobarbital und dass Valium den Appetit fördert. Allerdings ist hier der eindeutige Nachteil, dass man den Spiegel nicht im Blut nachmessen kann, d.h. man kann nicht feststellen ob die Dosis reicht oder ob sie schon zu hoch angesetzt ist.

Valium – Hilfe im Notfall ?!

Es kann sein, dass eine Katze aus dem Status Epilepticus (siehe Status Epeilepticus) von allein nicht mehr rauskommt oder von einer Serie von Anfällen (nur mit sehr kurzer oder gar keinen Erholungspausen) geplagt wird. Bei so einem Fall muss man von außen das Gehirn „lahm legen“, damit sich die Nervenzellen beruhigen und die Katze sich erholen kann. So und beim „wie“ scheiden sich die Geister bzw. die einzelnen Meinungen der TÄe!
Valium i.m.: Für diesen (hoffentlich nie eintretenden) Fall, könnt ihr euch von eurem TA zeigen lassen, wie man einer Katze intramuskulär eine Spritze in den Hinterlauf setzt – lasst euch auch eine Spritze und eine Ampulle Diazepan (Valium) mitgeben. Nach Aussage einer TA-Helferin soll allerdings nicht sofort wirken, sondern erst nach ca 20-30 Minuten.
Valium liquidum: Es gibt auch in der Apotheke Valium in flüssiger Form (Achtung: rezeptpflichtig). Man soll demnach der Katze ein paar Tropfen direkt auf die Mundschleimhaut geben, da es dort sofort in den Blutkreislauf gelangen kann.
Intensivbehnadlung: Laut der Epi-Expertin muss ein Status Epilepticus sofort beim TA behandeln lassen, der dann Valium i.v. verabreichen kann. Wenn man diesen Ratschlag folgt, muss sofot den Ta oder die Klinik anrufen und Bescheid gegen, dass man mit einem Status Epielpticus sofort vorbeikommen wird. Steckt die Katze sofort in den Transportkorb stecken und ab zum TA oder in die Klinik.

Alternative Maßnahmen

Farblehre: Die Farben in der Umgebung können ebenfalls Einfluss auf das Befinden der Katze haben. Blau wirkt beruhigend auf die Katze, grün wirkt beruhigend und dämpfend. Von roten Deckchen oder ähnlichem sollte man Abstand nehmen, da rot sehr viel Energie hat, was die EpiKatze nicht gebrauchen kann.

Bachblüten: hier eignen sich die Notfalltropfen (Rescuetropfen) am besten. Man gibt in ein 10 ml Pipettenfläschen 4 Tropfen der Notfalltropfen. Von der verdünnten Lösung kann man der Katze unbedenklich was ins Futter geben oder direkt ins Schnäuzchen (bitte nicht während eines Anfalls mit der Glaspipette in Schnäuzchen! Die Katze könnte sonst draufbeißen), ohne Angst vor einer Überdosierung zu haben. Bitte NIE die Rescue Tropfen pur verabreichen, da sie konzentrierten Alkohol enthalten, welches die Katzen nicht abbauen können.

Homöopathie: Sucht in eurer Umgebung einen erfahrenen Tierheilpraktiker. Die Homöopathie kann – was die Behandlung von Epi angeht – so einige Erfolge aufweisen. Der Vorteil hierbei: die Nebenwirkungen und Langzeitschäden laufen gegen Null.

Akupunktur: Diese Behandlung kann/soll Epi positiv beeinflussen. Da bei meinem Kater gerade diese Behandlung durchgeführt wird, möchte ich noch abwarten, bevor ich in Jubelgeschrei ausbreche. Ich beschreie kleine Erfolge schon lange nicht mehr, da danach immer was passiert ist, was den Erfolg zunichte gemacht hat. Ja, die Epi hat mich in gewisser Weise abergläubisch gemacht. Nur soviel: meinem Kater Freddy bekommt die Akupunktur gut (*klopfaufholz*). Aber wie gesagt, ich warte noch das Ende des Zyklus ab – drückt die Daumen.

Reiki: nach einem Anfall kann Reiki durch einen Chakrenausgleich die Katze wieder ins energetische Gleichgewicht bringen. Sie beruhigt und erholt sich schneller von einem Anfall. Reiki NIE während eines Anfalls geben!! Nur danach!

TTouch: hier sollte man sich von einem erfahrenen Practioner zeigen lassen, wie bestimmte Griffe angewandt werden. Man muss hier auch unterscheiden, welche Griffe während eines Anfalls gut tun und welche nicht. Mehr Infos findet ihr unter: http://www.tteam.de oder http://www.lindatellington-jones.com/ttouch.htm

Vorsicht mit Narkosen!

Daran denkt man sehr ungern: was tut man, wenn eine Epikatze krank ist und sie eine Narkose braucht? Ich wusste, dass eine übliche Narkose (egal in welcher Dosierung) nicht für meinen Kater in Frage kam, da jede „normale“ Narkose mit dem Risiko verbunden ist, dass das Tier nicht mehr aufwacht und beim Eingriff stirbt. Mein Problem: Zahnstein und die daraus folgende Zahnsteinentzündung. Vorschlag meiner Tierarztpraxis: eine Neurolap Anästhesie (sorry wenn es falsch geschrieben ist). Sie funktioniert folgendermaßen: das Tier bekommt zuerst ein Mittel gespritzt, was es bewegungsunfähig macht. Zusätzlich bekommt es noch ein Beruhigungsmittel. Über einen Venenkatheter wird dem Tier Flüssigkeit zugeführt (es wird „bewässert“), nach dem Eingriff würde es dann entwässert werden. Für den Fall, dass es während des Eingriffes einen epileptischen Anfall bekäme, würde man sofort Valium intravenös über den Katheter verabreichen. Dadurch würde man den Anfall stoppen. Ich könnte auch von Anfang bis Ende dabei sein. Ohne Narkose wollte man meinen Kater nicht behandeln, da die Zahnsteinentfernung mit dem Ultraschallgerät zum einen schmerzhaft sei und zum anderen sehr laut. Die altmodischen Methode mit dem Spatel wäre nicht empfehlenswert, da man nicht so gründlich arbeiten könne und den Zahnschmelz verletzten würde. Irgendwas wurmte mich an diesem Vorschlag. Ich sagte ich würde mir dass Ganze überlegen. Da mir eine Assistentin den Tipp gegeben hatte, dass es in der Akupunktur eine Methode gäbe, Eingriffe ohne Narkose durchzuführen, rief ich die Tierarztpraxis für Akupunktur an. Die Elektroakupunktur wäre in diesem Fall nicht geeignet, sie schlug sofort vor, den Eingriff OHNE Narkose zu machen, da mein Kater sehr umgänglich sei.

Mit Hilfe von Reiki, Tellington-Touch und einer Bandage (er ist die Bandage schon gewöhnt und weiß dass es nichts schlimmes bedeutet) habe ich meinen Kater soweit beruhigt (oder besser gesagt ruhig gestellt), dass das Abkratzen von den Ablagerungen kein Problem war. Ihre Meinung zum Narkosevorschlag der anderen Praxis war ernüchternd! Sie sei viel zu belastend für einen Risikopatienten mit Epilepsie! Gerade der Stress mit dem Be- und Entwässerung des Körpers. Sie war auch entsetzt, dass man bei einem Anfall sofort Valium intravenös spritzen wollte, da Valium tiefgreifende Wirkungen auf den Körper habe. Der Katheter könne wohl bei einem Anfall (mein Kater krümmt seine Vorderbeinchen bei einem Anfall) nicht so leicht brechen, da sie aus einem flexiblen Material seien. Aber wohl fühle ich mich dabei trotzdem nicht! Wegen der möglichen Verletzung des Zahnschmelzes meinte sie, dass man auch mit einen Ultraschallgerät den Zahnschmelz verletzen könne und man eigentlich danach die Zähne polieren müsste, was wohl kaum einer täte. Kleine Eingriffe sollte man wenn möglich ohne Narkose machen, indem man das Tier alternativ beruhigt.

Sollte eine Narkose unumgänglich sein, dann käme nur die Inhalationsnarkose (mit einer Maske und Lachgas) in Frage. Sie ist exakt dosierbar und belastet Herz und Nieren nur sehr geringfügig. Sucht euch beizeiten eine Praxis, die im Notfall eine Inhalationsnarkose machen kann. Lasst euch nicht von euren Tierärzten einlullen – jede Narkose einer Epikatze kann mit dem Tod enden. Dem Tierarzt kann´s egal sein, ob eure Samtpfote die Narkose übersteht oder nicht – denn bezahlen müsst ihr auch wenn´s schief geht!

Wie schütze ich meine EpiKatze?

Krallenschneiden: Vorsicht vor den scharfen Krallen. Sie können während des Anfalls ausgefahren sein Durch regelmäßiges Entspitzen der Krallen vermindert man die Verletzungsgefahr für die Katze und den Halter.

Herunterfallende Gegenstände: Stellt alle Gegenstände die zerbrechen können, außerhalb der Reichweite von der Katze. Vasen, Figuren aus Porzellan o.ä. sollte man Wegschließen, damit die Katze die Sachen in einem Anfall nicht umschmeißen und sich daran verletzten kann.

Stürze der EpiKatze: Verhindert den Zugang zu höher gelegenen Plätzen, polstert den Boden rund um den hohen Kratzbaum auf dem sie schläft mit Kissen, damit die Katze bei einem Anfall weich fällt.

Die Gummizelle: Haltet die „Gummizelle“ für die Rennanfälle immer griffbereit.

Indiz für einen drohenden Anfall kann sein

– Appetitmangel (bei Freddy Verweigerung von Dosenfutter)
– Aggression der Mitkatzen gegenüber der EpiKatze
– Ohrenzucken
– abgespreizte Zehe am Hinterlauf
– fehlendes „Würstchen“ im Katzenklo (1-2 Tage gegenüber der sonstigen Angewohnheit)
– übermäßig schreckhaft / hohe Nervosität
– ungewöhnliche Geräusche (z.B. Bauarbeiten vorm Haus)
– Katze mag es nicht am Kopf gestreichelt zu werden
– zieht sich zurück und will in Ruhe gelassen werden
– unruhiges hin- und herlaufen
– glasiger Blick

Das Epi-Tagebuch

Legt ein Tagebuch an, worin ihr alles aufschreibt, was euch bei den Anfällen auffällt (Wetter, Geräusche, Uhrzeit, Ausprägung und Dauer des Anfalls) Vermerkt auch die Behandlungsform und jede Veränderung der Dosierung. Auch wenn kein Anfall passiert ist, so solltet ihr ungewöhnliche Ereignisse protokollieren, z.B. Renovierungsarbeiten, Feuerwerk, Prügelei mit anderen Katzen, TA-Besuch, Urlaub, Fete etc.

25 Antworten auf „Epilepsie bei Katzen“

  1. Unser Kater bekommt , seit er kastriert ist (vor 6 Monaten) einen epileptischen Anfall nur dann wenn er in seinen Tragekorb muß.
    Es beginnt mit immer lauter werdenden Schreien.
    Mein Tierarzt sagt , daß wir nichts dagegen machen sollen. Der Kater hatte seit innerhalb 5 Monaten 3 Anfälle. Immer mit Transport verbunden,

    1. Hallo,
      wir haben seit drei Wochen einen kleinen Kater ( aus dem Tierheim) er ist ca. 5 1/2 Monate alt. Eine Woche nachdem er bei uns eingezogen war machte er nachts plötzlich komische Geräusche , ich dachte er träumt.
      Als ich das Licht anmachte sah ich dass er verdreht lag , zuckte und er hat eingepinkelt. Es sah aus als wenn er wegrennen wollte aber nicht mit dem Hinterteil hoch kam , er war aber nicht wach. Ich habe ihn auf den Boden gelegt und nach ca. 1 Minute kam er bei und sah mich erschrocken an, er blieb aber liegen, sein Herz raste und er atmete rasend schnell. Als wir es die TÄ schilderten meinte sie es könne von den Medikamenten kommen ( ihm wurde ein Polyp im Ohr gezogen und bekam Antibiotika) und einmal wäre keinmal.
      1 1/2 Wochen später( wieder Nachts) das zweite mal, aber diesmal nicht ganz so heftig, aber wieder hat er eingepinkelt. Die TÄ meint er hätte vielleicht nur tief geträumt.
      Donnerstag Nacht dann das dritte mal 😢da waren nur fünf Nächte zwischen den Anfällen. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher das er an Epilepsie leidet.
      Da es immer nachts passiert weiß ich leider nicht wie es bei ihm anfängt. Ich bin so erschrocken und beobachte ihn nun ständig aber tagsüber ist er völlig normal. Jeden Abend beim Zubettgehen hoffe ich dass es nicht wieder passiert, ich finde das so schrecklich und er tut mir dann unsagbar leid . Ich streichelte ihn dann und rede ruhig mit ihm.
      Ich lese seit Tagen darüber im Internet und bin so auf Ihren Artikel gestoßen der wirklich alles toll erklärt und viele hilfreiche Tips beinhaltet.
      Jetzt steht bald seine Kastration an und ich habe die Befürchtung dass es durch die Narkose schlimmer wird oder er sie sogar evtl. nicht überlebt.
      Besteht die Hoffnung dass es sich bei ihm noch „rauswächst“?
      Er ist doch noch so jung 😪
      Liebe Grüße Heike

  2. Danke schön für Deinen hilfreichen Artikel.

    Ich bin bereits seit Längerem ein ruhiger Mitleser.
    Und heute musste mich mal zu Wort melden und ein „Danke“ hinterlassen.

    Mache genauso weiter, freue mich bereits jetzt schon auf den nächsten Beitrag

  3. Hallo, erst mal vielen Dank für diese sehr hilfreiche Seite!
    Meine Katze hat seit Sonntag nun etwas 8 Krampfanfälle, vor allem im Schlaf. Beim Tierarzt war das blutbild unauffällig. Morgen geht es zum Herz Ultraschall.
    Es ist für mich noch sehr schwer das ganze nicht an mich ranzulassen, da ich einfach möchte, dass man ihr schnellstmöglichst Hilft…
    Bist du in einer Versicherung mit deiner Katze?

    1. Hallo Izzy,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Eine Tierkrankenversicherung hatten wir nie. Wir hatten immer einen gewissen Betrag für Notfälle beiseite gelegt. Wir wünschen Dir, dass für Deine Süße schnell die passende Hilfe gefunden wird.
      LG
      Viviana und Mark

  4. Hallo, im Tierheim sitzen immer wieder Epi Katzen, die natürlich aufgrund ihrer Erkrankung geringere Vermittlungschancen haben. Ich würde sie ungerne deswegen gleich abschreiben und denke das man die speziellen Anforderungen, die damit verbunden sind bewältigen kann. Bevor ich mich jedoch für eine Epi Katze entscheide, würde ich mich gerne informieren und mehr darüber lernen, wie sich der Alltag mit einer Epi Katze gestaltet und was man berücksichtigen und wissen sollte (abweichend von dem Alltag mit einer gesunden Katze und ausgenommen von den sporadischen Anfällen ), damit ich mich darauf einstellen kann. Gerade das Thema Medikamente stelle ich mir als wichtige Aufgabe vor, über die man sich vorher im Klaren sein sollte. Danke für die Info.

    1. Hallo Caroline,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Unsere beiden Epi-Katzen haben wir mit homöopathischen Mittel und dem richtigen Futter gut im Griff gehabt. Was die Mittel gekostet hat, wissen wir leider nicht mehr. Vielleicht kann jemand anderes noch ein paar Informationen beisteuern.
      Es ist toll das Du in Erwägung ziehst, eine Epikatze aufzunehmen. Es wird sicherlich eine große Herausforderung sein. Aber Du wirst ganz viel Liebe zurückbekommen.
      LG
      Viviana und Mark

      1. Hallo Viviana und Mark
        ich habe es auch versucht mit homöopathischen Mitteln, nach einer Anamnese von einer Homöopathin verabreicht. Fast ein Jahr lang konnten wir so die Anfälle auf 4 pro Jahr runterbringen. Leider haben sich aber jetzt die Anfälle gehäuft, so dass ich fast gezwungen bin nun doch Phenobarbital zu geben. Irgendetwas hemmt mich aber noch dieses Medikament zu geben. Andererseits kann ich es fast nicht mehr mitansehen, wenn sie einen Anfall hat. Es würde mich schon interessieren welche homöopathischen Mittel ihr euren Mietzen gegeben habt.
        LG
        Ruth aus der Schweiz

  5. Hallo. Ich habe da eine Frage zu einem Vorfall mit unserem Kater, der sich heute ereignet hat. Loki ist 10 Jahre alt und seit drei Wochen bei uns (aus dem Tierheim). Er war wie immer mit mir auf der Terrasse, stand auf der Umrandung und fiel plötzlich unkontrolliert seitlich runter auf die Fliesen (Höhe ca. 60cm) und landete auch auf der Seite. Ich war total erschrocken, weil ich nicht mitbekommen habe, ob vorab irgendwas war.
    Er stand aber relativ gleich wieder auf, ging in die Wohnung und erstmal unters Bett. Auf die Terrasse traut er sich nicht, er liegt auf seinem Koffer auf dem Kleiderschrank und schläft.

    Kann das ein Epi Anfall gewesen sein? Er hat zwar ein wenig gefressen, aber keine riesigen Mengen und hat auch was im Napf gelassen.

    Viele Grüße,
    Beate

  6. Hallo. Wir haben auch 2 Epi Katzen. Die eine ist das Muttertier und hat es wohl vererbt. Nach der Diagnose von Tierarzt Luminaletten verschrieben bekommen. Vorher hatte sie auch schon mal Cluster-Anfälle die sehr heftig waren. Nach Anfänglich hoher Dosierung hatte Sie zwar keine Anfälle mehr aber war auch sehr Lethargisch und fast nur noch am Schlafen. Ich habe die Dosis ganz langsam auf eine halbe Tablette reduziert und sie ist wieder ganz die alte . Die Anfälle treten nur noch sehr selten auf und sind relativ kurz. Ausserdem kommt sie bedeutend besser raus d.h. die Phase der Orientierungslosigkeit hält nur kurz an. Beim letzten Blutbild meinte die Tierärztin der Phenobarbitalspiegel sei zu gering ich könne die Tabletten auch ganz absetzen. Manchmal würde sich das geben nach einiger Zeit bei z.b. Vergiftungen. Aber sie bekam prompt wieder einen Anfall. Also weiterhin eine halbe Tablette am Morgen. Ich denke die Leberbelastung hält sich in Grenzen ( wird regelmässig untersucht und war bisher alles i.o.) . PS: unsere Katzen ( 4 Stück ) sind alles Freigänger und die 2 Epi’s drin zubehalten finde ich nicht gut, da sie es gewohnt sind. Allerdings ist es hier bei uns auch sehr ruhig was den Verkehr angeht.

  7. Hallo
    Ich habe ein Tiger .
    Europäische kurzhaar Katze.
    Ich beobachte seit 3 tagen eine Art krampfanfall bei Ole. Das koriose ist sein Körper unterhalb von Kopf hat nichts. Er streckt sein Kopf nach oben und der Kopf zittert dabei . 1-2 min am Stück. Er streckt sich vorher immer mal.
    Ich bin die ersten 2 tage von muskelkater aus gegangen. Kann das ein Anzeichen sein das dass schlimmer werden kann? Ich mache mir sorgen. Ich habe auch Angst vor dem TA wegen einer evtl fehl Diagnose! 😐😫😣
    War das bei euch auch so?
    LG Anika

    Dieser Beitrag ist richtig klasse und super zu lesen . Sehr verständlich. Und sehr aufbauen.

  8. Hallo alle zusammen ,
    Ich bin seit heute morgen um 4:00 Uhr wach weil meine Katze(Shana) einen Krampfanfall hatte… das war ein Schock habe dann direkt den Tierarzt meines Vertrauens angerufen der meinte ich soll kommen wenn sie nicht mehr krampft! Das habe ich dann auch getan und bin hingefahren . Er untersuchte sie und meinte das ist zu 90% Epilepsie. Montag muss ich hin da wird geröntgt und die anderen Untersuchungen gemacht! Ich habe seitdem wir heute morgen beim Tierarzt waren kein Auge zu getan weil ich mir so Sorgen mache …. ich hab Angst das sie erstickt wenn sie wieder einen Anfall hat . Sie maunzt die ganze Zeit und sucht Nähe. Worauf ich hinaus wollte Danke für die vielen Infos weil vorher beim Arzt konnte ich mich schier nicht konzentrieren weil es war ein Schlag ins Gesicht meine kleine ist erst 1 Jahr alt

    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Hallo Daniela,
      wir fühlen mit Dir. Aber warum Röntgen. Blut abnehmen wäre unserer Meinung nach viel wichtiger, um andere eventuelle akute organische Probleme auszuschließen.
      Liebe Grüße
      Viviana & Mark

      1. Das hat er heute schon und es kam nichts raus … also das Blutbild war unauffällig … Danke ja ich bin platt Shana schläft heute sehr viel und sie hat Probleme mit dem laufen bzw es sieht so aus als ob sie hinkt … jetzt hab ich natürlich Angst das sie sich verletzt hat zusätzlich zu dieser Diagnose ..

  9. Hallo,ich habe bis jetzt immer nur von den anderen die sachen gelesen.Unser Kater hat seit samstag auch ,,offiziell,,Epilepsie:(.er hatte am samstag genau so einen anfall ohne pause über eine stunde lang.wurde dann sofort beim ta behandelt und auf medikamente eingestellt.sonntag haben wir ihn dann heim bekommen.gottseidank kein anfall mehr seit dem.aber seit heute wenn ich ihm die tabletten gebe schwankt er so komisch und ist schon wieder so benommen.die ärztin ruft mich gottseidank immer an und steht uns auch mit rat und tat zur seite.

    Was echt anstrengend ist das er immer schon ein freigänger war und jetzt schreit er seit sonntag die ganze nacht durch weil er raus mag.habt ihr vielleicht einen rat für mich weil ich und mein kater sind schon völlig fertig.er vom hin und her gehen und schreien in der wohnung und ich vom schlafentzug.

  10. Hallo Natascha,
    Meine Shana hat das auch mit den schwanken aber immer nach der Tabletten Einnahme! Ich denke es liegt an den Tabletten?!? Aber zur Sicherheit würde ich mal beim TA nachfragen. Das er jetz nicht ner raus darf ist für ihn schlimm da er es ja nicht versteht. Mir fällt leider auf Anhieb nichts ein was du tun kannst. So blöd es sich anhört aber ich denke da müsst ihr beiden jetzt leider durch ! Du kannst ihm ja nicht erklären warum er nicht raus darf ! Ich wünsch dir auf jeden Fall alles gute und halte durch ! Es wird bestimmt besser ! Ich drück die Daumen !!

    Liebe Grüße Daniela

  11. einer meiner kater(sind brüder 7jahre) hat diese schlafanfälle aber nur 1-2 alle paar monate soweit ich das mit bekomme.mein tierarzt meinte es ist nicht schlimm solange es nicht öfters hintereinander passiert.

  12. Hey,
    mein Kater (10 J., kastriert, Hauskatze) hatte seit Juli vier Anfälle, die ich auch mitbekommen habe. Beim Tierarzt war ich, das Blutbild war unauffällig und seine Organe auch in Ordnung. Kot und Urin habe ich noch nicht untersuchen lassen. Mir wurde flüssiges Diazepam in einer Tube mitgegeben, das während des Anfalls rectal eingeflößt wird. Beim dritten Anfall hat er das bekommen und war auch wirklich nach ein paar Minuten wieder fit.
    Heute hatte er den bisher längsten und schwersten Anfall (4). Er hat gut ein bis zwei Minuten gedauert und ging auch nach dem Diazepam noch kurz weiter. Das Medikament hat ihm diesmal aber massiv zugesetzt: er hat gekotet, uriniert und gebrochen. Außerdem konnte er durch das Diazepam auch länger (ca eine Stunde) nicht richtigblaufen. Er schleppt sich aber trotzdem irgendwie umher. Besonders problematisch war dieses mal das Erbrechen. Wäre ich nicht da gewesen, hätte er dabei ersticken können, weil er sich nicht aufrichten konnte.
    Ich werde ihm zukünftig, solang er keinen langen Anfall hat, kein Diazepam mehr geben.
    Allerdings ziehe ich jetzt eine medikamentöse Behandlung in Betracht. Weil ich nur in den Semesterferien zuhause bin und mein Kater ohne mich auch mal alleine ist. (Maximal 10 Stunden)
    Seine Tierärztin meinte allerdings auch, dass sie normal keine Medikamente gibt, wenn die Anfälle nicht mindestens zwei mal wöchentlich auftreten. Ich werde mich mit ihr und Kollegen aber auch noch mal beraten.
    Sie hat mir auch ein Medikament (iwas mit S., ich werde nochmal nachfragen) genannt, jedoch würde ich aufgrund der nicht unerheblichen Nebenwirkungen gerne auch mehr über homöopathische Mittel wissen. (Bachblüten etc.)
    Falls jemand dazu mehr weiß, bin ich für jeden Beitrag dankbar.

    Danke für den sehr informativen Blog.

  13. Epilepsie bei meinen beiden Katzen.
    Kater Linus (jetzt 19 Jahre) hatte vor 1,5 Jahren seinen ersten epileptischen Anfall, nach einigen Monaten den zweiten, worauf ich in die Tierklinik ging und ihm Luminaletten verschrieben wurden. Das Problem hierbei ist die regelmässige Eingabe und die Tatsache, dass Katzen nichts schlucken, was sie nicht wollen. Hab die Dinger also in Parmaschinken eingewickelt.
    Nach fünf Tagen war er so lethargisch, dass er fast nicht mehr gehen konnte, worauf ich die Tabletten wieder abgesetzt habe.
    Seitdem hatte er in meiner Anwesenheit keinen Anfall mehr.

    Jedoch seine Tochter Amy, jetzt 18 Jahre, hat häufiger Anfälle. Inzwischen alle 1-2 Tage. Ich bin etwas verzweifelt, da sie grad auch kaum frisst und die Tabletteneingabe nicht funktioniert. Ein Hirnscan kommt aufgrund ihres hohen Alters für mich nicht in Frage und ich weiss nicht, welche Optionen ich jetzt noch habe. Ich will nicht, dass sie leidet.

  14. Guten Tag,

    Mein Kater hat bei vier Tagen nicht gekackt und in den kommenden drei Tagen darauf vier Anfälle gehabt.
    Bin mit Carlos dann in die Klinik, wo sie eine Blutentnahme und ein Sono Abdomen gemacht haben. Warte jetzt auf die Blutergebnisse. Ich soll entscheiden ob ich ein MRT und Liqour Untersuchung maxhen lasse.

    Sie haben eine Vermutung gestellt, Nekrose des Ammonhorns, lese nur negatives und das es keine Hoffnung gibt auf Besserung.
    Was für Erfahrungen habt ihr damit?
    Möchte ihn gerne wieder mit nach Hause nehmen aber habe Angst das er zu viele Schmerzen erleidet unter den Anfällen.

    LG Carolin

  15. Hallo, mein Name ist Martina und bei meiner Katze Ginger die erst 15 Jahre alt ist, trat nach der Zahn-OP bzw der Narkose eine Epilepsie auf. Zuerst wollten meine Tierärztinnen nicht so recht auf mich eingehen, als ich sagte, dass es seit der Narkose ist. Ginger bekam mehrere Anfälle am Tag, die sich in Form von krampfen, zucken, umfallen, verwirrt sein, sabbern und kurzer Orientierungslosigkeit äußerten. Ihre Anfälle dauern nie länger als 2-5 Sekunden. Bei ihrem ersten Anfall, dachte ich sie stirbt, da sie aufhörte zu atmen! Ich streichelte sie dann, daraufhin holte sie tief Luft und alles war wieder okay.
    Es wurden dann sämtliche Untersuchungen gestartet, mit dem Ergebnis: kerngesund! Blutbild, Organe etc. pp alles bestens! Wir warten jetzt noch eine Weile damit sie keinen Stress hat und untersuchen dann nochmal…
    Momentan behandle ich sie mit homöopathischen Mitteln, was ihr sehr gut tat, sie hatte ca 2 Wochen lang keine Anfälle mehr. Erst seit gestern kamen die Anfälle wieder. Ich werde nun wie von meinen Tierärztinnen empfohlen, cuprum metallicum anwenden, und hoffe dass ich damit einen langfristigen Erfolg habe.
    Meine Kinder habe ich gut eingewiesen, sollte ich nicht zu Hause sein und Ginger bekommt einen Anfall, sollen sie normal ruhig mit ihr sprechen und sie langsam streicheln, so hilft es ihr am besten habe ich festgestellt, ebenso wenn die ersten Anzeichen kommen und wir reden mit ihr und kraulen sie, dann kommt kein Anfall! Ich beobachte natürlich weiterhin und schreibe es auf – Tagebuch hab ich sofort angefangen als sicher war, das ist etwas „heftigeres“ als normale Nachwirkungen einer OP – und werde, wenn es ok ist, einen Nachtrag schreiben, auch bezüglich der Wirkung mit cuprum metallicum…

    Ich möchte mich für Deinen ausführlichen Bericht bedanken, Du schreibst sehr gut, sehr ausführlich und man erkennt wirklich die Symptome der eigenen Katze wieder! Es ist als Halter beruhigend zu wissen, dass man nicht alleine dasteht. Einschläfern kommt bei mir nicht in Frage, da meine Katzen Familienmitglieder sind!

    Es würde mich noch interessieren, ob jemand mit cuprum metallicum Erfahrungen hat und wenn ja welche Art.

    Liebe Grüße Martina

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